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Im Rahmen einer unserer internen Überprüfungen konnten wir mehrere Sicherheitsprobleme in der BitBox-Firmware entdecken und beheben. Dieses Update enthält daher mehrere wichtige Sicherheitsverbesserungen für die BitBox-Firmware sowie weitere kleinere Fehlerbehebungen.

TL;DR: Dieses Update behebt zwei ernstzunehmende Schwachstellen in der BitBox-Firmware, die intern durch das BitBox-Team entdeckt wurden. Außerdem informieren wir über eine Schwachstelle, die bereits mit dem kürzlich veröffentlichten Oeschinen-Update behoben wurde. Sie wurde zunächst intern entdeckt und später unabhängig von einem externen Sicherheitsforscher gemeldet.

Es gibt
keine Berichte über gestohlene Nutzergelder und keinen Grund zur Panik. Wir empfehlen allen Nutzern, ihre BitBox auf die neueste Firmware-Version zu aktualisieren. Damit werden alle in diesem Artikel beschriebenen Sicherheitsprobleme behoben.

Bestehende Seeds sind nicht betroffen.

Sicherheit an erster Stelle

Sicherheit hat bei BitBox wie immer höchste Priorität – und dieser Release ist keine Ausnahme. Durch umfangreiche interne Prüfungen und Tests, unter anderem mit Hilfe moderner KI-Modelle, hat unser Entwicklerteam mehrere Sicherheitsprobleme gefunden, die mit diesem Release behoben werden. Darüber hinaus ist ein bereits zuvor behobenes Problem schwerwiegender, als ursprünglich berichtet. Auch darüber möchten wir unsere Nutzer informieren.

Wie bei allen Sicherheitsupdates ist Transparenz ein zentraler Bestandteil des Prozesses. Deshalb finden sich im Folgenden weitere Informationen zu den einzelnen Schwachstellen und ihren möglichen Auswirkungen. Von uns wird erwartet, dass wir Probleme finden, beheben und offen kommunizieren. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir ggf. auch tiefergehende technische Details in einem separaten Artikel veröffentlichen.

Update zur Bootloader-Schwachstelle

Eine mögliche Ausnutzung einer bereits mit dem kürzlich veröffentlichten Oeschinen-Update behobenen Schwachstelle hätte es einem Angreifer ermöglichen können, Nutzer dazu zu bringen, manipulierte Firmware auf ihrer BitBox zu installieren. Der Exploit wurde zunächst intern von BitBox-Entwicklern entdeckt und später auch von externen Sicherheitsforschern gemeldet.

Der Exploit kann mit hohem Schweregrad eingestuft werden, da ein Angreifer damit theoretisch Coins stehlen könnte, wenn ein Nutzer manipulierte Firmware auf einer echten BitBox02 installiert. Neben hohem technischen Wissen auf Seiten des Angreifers wäre dafür aber zunächst ein erfolgreicher Phishing-Angriff notwendig. Der Nutzer müsste beispielsweise über eine gefälschte Version der BitBoxApp dazu gebracht werden, die manipulierte Firmware zu installieren und das Gerät zu entsperren.

Aufgrund des Alters der betroffenen Bootloader-Versionen ist die BitBox02 Nova nicht betroffen.

Die Schwachstelle wurde bereits mit dem Oeschinen-Update in Firmware-Version 9.26.3 behoben. Es gibt keine Berichte darüber, dass sie jemals ausgenutzt wurde, und keinen Grund zur Annahme, dass Nutzergelder gestohlen wurden.

Speicherproblem bei Multi-Geräten

Eine weitere schwere Schwachstelle, die intern entdeckt wurde, betrifft einen Fehler bei der Speicherverwaltung. Sie kann ausgenutzt werden, wenn die Multi-Edition der BitBox noch nicht mit einer Wallet eingerichtet wurde und mit einem manipulierten Endgerät verwendet wird. Bei erfolgreicher Ausnutzung wäre die Ausführung von beliebigem Code möglich gewesen – und damit beispielsweise auch die potenzielle Installation manipulierter Firmware und in der Folge ein Verlust von Geldern.

Die Bitcoin-only Edition der BitBox ist nicht betroffen, da ihre Firmware den betroffenen Code nicht enthält.

Das Dixence-Update behebt diese Schwachstelle mit Firmware-Version 9.26.5. Es gibt keine Berichte darüber, dass sie jemals ausgenutzt wurde.

Silent Payments: mögliche Blockierung von Coins

Im Rahmen unserer internen Audits haben BitBox-Entwickler außerdem ein potenziell schwerwiegendes Problem in der Implementierung von Silent Payments entdeckt.

Ein direkter Diebstahl von Coins wäre dadurch nicht möglich gewesen. Ein Angreifer hätte jedoch Coins an eine unbeabsichtigte Zahlungsadresse binden können und dies möglicherweise für einen Erpressungsversuch nutzen können, da zur Wiederherstellung der Coins eine Zusammenarbeit zwischen dem Angreifer und dem eigentlichen Empfänger notwendig gewesen wäre.

Da uns keine Berichte über fehlgeschlagene Silent Payments von Nutzern vorliegen, gibt es keinen Grund zur Annahme, dass diese Schwachstelle jemals ausgenutzt wurde. Sie wird mit dem Dixence-Update in Firmware-Version 9.26.5 behoben.

Bin ich betroffen?

Die konkreten potenziell betroffenen Geräte unterscheiden sich je nach oben beschriebener Schwachstelle. Dieser Abschnitt fasst alle Fälle zusammen und gibt einen schnellen Überblick darüber, wann ein Gerät betroffen sein könnte.

  • Die BitBox02 mit Firmware-Versionen bis einschließlich 9.26.1 kann betroffen sein, wenn ein Nutzer eine manipulierte App verwendet und dessen manipulierte Firmware installiert.
  • Die Multi-Edition der BitBox02 und BitBox02 Nova mit Firmware-Versionen bis einschließlich 9.26.4 kann betroffen sein, wenn auf dem Gerät noch keine Wallet eingerichtet wurde und sie mit einem manipulierten Endgerät verwendet wird.
  • Die BitBox02 und BitBox02 Nova mit Firmware-Versionen ab 9.21.0 bis einschließlich 9.26.4 können betroffen sein, wenn gemeinsam mit einem manipulierten Endgerät eine Transaktion an eine Silent-Payment Adresse erstellt wurde.
  • Alle BitBox-Geräte mit Firmware-Version 9.26.5 oder neuer sind nicht betroffen.

Unabhängig davon, ob die eigene Geräteversion und das jeweilige Nutzungsszenario auf einen dieser Fälle zutreffen, empfehlen wir dringend, in jedem Fall auf die neueste Firmware-Version zu aktualisieren, um von allen Sicherheitsverbesserungen zu profitieren.

Was sollte man tun, um sicher zu bleiben?

Als BitBox-Nutzer muss lediglich die Firmware aktualisiert werden. In der BitBoxApp kann dafür einfach auf den Link zum Download der neuesten Version geklickt werden. Anschließend muss die BitBox angeschlossen werden und über die Einstellungen unter Gerät verwalten auf die neue Firmware-Version aktualisiert werden. Falls dabei Hilfe benötigt wird, gibt es hier eine entsprechende Anleitung.

Beim Download der neuen App-Version sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass man sich auf der offiziellen BitBox-Webseite bitbox.swiss befindet. Eine einfache Möglichkeit, manipulierte Suchergebnisse oder Links zu vermeiden, ist es, wie bereits erwähnt, direkt auf das Update-Banner oder die Versionsanzeige innerhalb der bereits installierten BitBoxApp zu klicken. Wer möchte, kann außerdem selbst die Signatur der BitBoxApp überprüfen und damit sicherstellen, dass die BitBoxApp und das darin enthaltene Firmware-Update tatsächlich von BitBox stammen.

Auf Smartphones kann es sein, dass sich die BitBoxApp bereits automatisch im Hintergrund aktualisiert hat. In diesem Fall muss lediglich noch die Firmware der BitBox manuell aktualisiert werden.

Wie immer sollte man zudem im Hinterkopf behalten, dass Angreifer Sicherheitshinweise wie diese ausnutzen können, um mit Phishing-E-Mails gezielt Angst und Unsicherheit zu erzeugen. BitBox wird niemals nach deinen Wiederherstellungswörtern fragen. Diese sollten außerdem niemals irgendwo – außer direkt auf der BitBox – eingegeben werden.

Was tun wir, um Nutzer zu schützen?

Die vergangenen Wochen waren von der bisher umfangreichsten Überprüfung unserer gesamten Codebasis geprägt – und das ist etwas Positives. Unser Team hat unzählige Stunden damit verbracht, den gesamten BitBox Software-Stack im Detail zu prüfen. Audits sind schließlich nur dann sinnvoll, wenn dabei Probleme gefunden und anschließend auch behoben werden. Das Dixence-Update und die darin enthaltenen wichtigen Sicherheitsverbesserungen sind nur eines der Ergebnisse unserer laufenden Bemühungen, die BitBox Hardware-Wallets – und Selbstverwahrung im Allgemeinen – so sicher wie möglich zu machen.

Darüber hinaus haben wir eine Rekordzahl an Sicherheitsmeldungen von externen Auditoren erhalten, von denen viele moderne KI-Modelle eingesetzt haben, um unseren Code nach möglichen Problemen zu durchsuchen. Bislang hat keiner dieser externen Auditoren eine kritische oder schwerwiegende Schwachstelle gefunden. Einige haben uns sogar ausdrücklich für den sauberen und gut strukturierten Code unseres Teams gelobt – was uns natürlich sehr freut.

Wir werden unsere Nutzer über die BitBox News, Hinweise direkt in der BitBoxApp sowie über Beiträge in sozialen Medien informieren – und natürlich auch über diesen Blogartikel.

Vergangene Woche haben wir außerdem einen Artikel darüber veröffentlicht, warum es gerade heute, angesichts der schnellen Fortschritte bei KI-gestützter Suche nach Schwachstellen, wichtiger denn je ist, die Firmware einer Hardware-Wallet aktuell zu halten. Dieses Update ist ein weiteres Beispiel dafür, warum diese Empfehlung so wichtig ist – nicht nur für BitBox-Nutzer, sondern grundsätzlich für Hardware-Wallets.

Weitere Verbesserungen

Dieses Release enthält außerdem einige kleinere Sicherheitsverbesserungen und Bugfixes:

  • Ein Problem wurde behoben, durch das Swaps unter iOS und iPadOS nicht korrekt funktionierten.
  • Mehrere kleinere Sicherheitsprobleme, die im Rahmen umfangreicher interner Firmware-Audits identifiziert wurden, wurden behoben. Die Änderungen verbessern unter anderem den Umgang mit sensiblen Daten, kryptografische Operationen, die Validierung von Eingaben und den Schutz vor unerwarteten Gerätezuständen.

Wie bleibe ich auf dem Laufenden?

Wer über Sicherheitsupdates wie dieses, neue Funktionen und Verbesserungen sowie weitere Bitcoin-Themen informiert werden möchte, kann die BitBox News abonnieren.

Wie immer kann bei Fragen jederzeit unser Support-Team kontaktiert werden.

Vielen Dank für die anhaltende Unterstützung,

Das BitBox-Team

Foto vom Stausee Dix von Kevin Oetiker


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Deine Kryptowährungen sicher zu verwahren, muss nicht kompliziert sein. Die BitBox-Hardware-Wallets speichern deine privaten Schlüssel offline – sodass du deine Coins sicher verwalten kannst.

Sowohl die BitBox02 Nova als auch die BitBox02 sind in einer Bitcoin-only Edition erhältlich, mit radikal reduzierter Firmware: Weniger Code bedeutet eine kleinere Angriffsfläche – ideal, wenn du ausschließlich Bitcoin verwahren möchtest.

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Die BitBox-Produkte werden von Shift Crypto, einem privaten Unternehmen mit Sitz in Zürich, Schweiz, entwickelt und hergestellt. Unser Team aus Bitcoin-Entwicklern, Krypto-Experten und Sicherheitsingenieuren entwickelt Produkte, die unseren Kunden eine stressfreie Reise vom Anfänger zum Meister der Kryptowährung ermöglichen. Unsere Hardware-Wallets ermöglichen es den Nutzern, Bitcoin und andere Kryptowährungen zu speichern, zu schützen und mit Leichtigkeit zu handeln – zusammen mit der dazugehörigen Software, der BitBoxApp